Samstag, 5. September 2015

Mythos entkräftet: Pit Bulls beißen nicht anders…

Richtig, die Entkräftung des Mythos "Pit Bulls beißen anders" ist nicht ganz neu. Die Verbreitung der Entkräftung ist aber weiterhin dringend notwendig, denn nicht nur der (illegal) fortgesetzte furchtbare Mißbrauch von Hunden gerade bestimmter Rassen - die allgemein unter "Pit Bull"-artige Hunde eingeordnet werden - für Hundekämpfe basiert u. a. auf diesem Mythos, sondern auch die bestehenden Rasselisten werden zumindest indirekt davon genährt sprich Politiker und Juristen werden davon beeinflusst wie leider auch manche "Fachleute" und selbst bei so einigen normalen "Pit Bull"-Haltern oder ansonsten durchaus aufgeklärten hundeinteressierten Menschen scheint dieser Mythos noch stark "eingebrandt" zu sein: Daher teilen wir hier nur zu gern den aktuellen und  fundierten Beitrag der US-amerikanischen Animal Farm Foundation, Inc. vom 01.09.2015 "Myth Busted: Pit Bulls Don´t Bite Differently", den wir nachfolgend für alle interessierten Leser auch ins Deutsche übersetzt haben - ein reges Teilen ist sehr erwünscht:

Deutsche Übersetzung des Artikels "Myth Busted: Pit Bulls Don´t Bite Differently"  der Animal Farm Foundation, Inc. vom 01.09.2015 durch den Vorstand des Vereins zur Abschaffung der Rasselisten e. V. - dies ist nicht unser eigener Original-Beitrag, daher ist auch unsere folgende Übersetzung als "Zitat" gekennzeichnet:


"Mythos entkräftet: Pit Bulls beißen nicht anders…

In den letzten Jahren wurde viel über die Hunde, die wir „Pit Bulls“ nennen und ihre Artverwandten, nachgeprüft. BSL (Breed specific legislation - "Rasselisten") ist auf dem Weg ins Aus. Tierheime, die Hunde aufgrund ihrer Erscheinung diskriminieren sind die Ausnahme. Die Ammenmärchen, die die Diskriminierung nährten,  wurden entlarvt und abgewiesen. Bis auf eins: Der Mythos, Pit Bulls würden anders beißen als andere Hunde, besteht noch immer.

Unbegründete Behauptungen, über die Schwere und die Art der Vorfälle mit "Pit Bull" -Hunden, im Vergleich zu anderen Arten von Hunden, bestehen immer noch. Behauptungen über die "einzigartigen Schäden“, die durch „Pit Bulls" verursacht würden, werden von Personen oder Interessengruppen, ohne Erfahrung in der Analyse von Beißstatistiken oder dem Wissen der Hundephysiologie oder deren Verhalten gemacht.

Wir wollen diesen Mythos nun ein für alle Mal entkräften.

Zunächst muss man verstehen, dass „Pit Bull“  keine Rasse ist. Es existieren weder Zuchtvereine noch genetische Definitionen über einen „Pit Bull“ - rechtliche Definitionen (oder die Versuche derer) über den Pit Bull sind widersprüchlich und unverschämt. Eine optische Bestimmung von Hunden unbekannten Ursprungs ist höchst unzuverlässig. Ganz ehrlich, Sie wissen nicht, ob es ein Pit Bull ist, wenn Sie einen sehen. Es ist ein höchst subjektiver Stempel ohne geeignete Definition.

Aber auch wenn Sie denken, dass Sie die Ausnahmen sind (Tipp: sind Sie nicht) und wissen, wenn sie einen Hund sehen, ob es sich um einen „Pit Bull“ handelt, sollten Sie wissen: Untersuchungen zeigen, dass die Rasse alleine nicht ausschlaggebend für das Verhalten der modernen reinrassigen Hunde ist.

Der moderne Hund wird fast ausschließlich nur für sein Aussehen gezüchtet. Wenn Sie glauben, dass zwei Hunde, die identisch aussehen, sich auch identisch verhalten (einschließlich, wie und wann sie beißen), zeigen Sie mangelndes Wissen über Hundezucht und Genetik. Selbst geklonte Hunde - gleiche DNA - verhalten sich nicht identisch.

Doch Einige bestehen immer noch darauf, vorhersagen zu können, wie schwer ein Hund beißen kann oder welche Art von Schaden er anrichten wird, nur aufgrund seiner körperlichen Erscheinung.

Das Ergebnis sind Falschaussagen wie: Sie beißen nicht öfter, aber wenn ein Pit Bull beißt, fügt er viel eher schwere Verletzungen zu als die meisten anderen Rassen. Oder aber: Da ihr Kiefer anders ist als der anderer Hunde, verursachen sie mehr Schaden, wenn sie beißen. Sie haben keine Beißhemmung, so dass sie häufiger Verletzungen verursachen. Oder gar der nicht ermüdende Mythos mit der „Tonnen über Tonnen“-Beißkraft:  Pit Bulls hätten die stärksten Kiefer aller Tierarten.

Diese Aussagen sind falsch. Sie sind alle unbegründet. Solche Behauptungen wurden niemals in der wissenschaftlichen Literatur nachgewiesen!

Und doch werden sie oft von medizinischen Autoren und Gesetzgebern, die keine Kenntnis über Hundeverhalten und den Ursprung dieser Mythen haben, wiederholt. Tatsächlich können die meisten dieser Ideen auf einen Reporter der LA Times im Jahre 1980 zurückgeführt werden.Von einer einzigen Person, die als „the dog fighter“ bekannt wurde. Eine Geschichte hat Jahrzehnte von Mythen hervorgebracht! Vielen Dank, Internet.

Es ist weitläufig unter den Hunde-Fachleuten bekannt, dass es keine wissenschaftliche Studie darüber gab, dass einzelne Hunde im Biss und Kampfstil variieren (d.h., wenn der Hund verärgert genug ist, um zu beißen), und schon gar nicht im Hinblick darauf, dies auf bestimmte Rassen zu begrenzen.
Auch allgemeines Konflikt- und Selbstverteidigungsverhalten kann nicht an Rassen festgemacht werden. Genau so wenig plausibel ist es, Untergruppen von Verhalten, wie Art und Dauer eines Bisses, bestimmten Rassen zuordnen zu wollen.

Es gibt keine glaubwürdigen Daten über die Schwere von Bissverletzungen bestimmter Rassen. Einige Berichte von Ärzten stellen die Behauptung auf, dass Pit Bulls bei schweren Verletzungen überrepräsentiert seien. Aber wieder wird nur über die augenscheinliche Identifikation gemutmaßt, die  Angaben sind unzuverlässig. Dies ist nicht überraschend, denn auch die umfassendste Studie über Beißunfälle mit Todesfolge hat gezeigt, dass auch in diesen intensiv untersuchten Fällen, bei der überwiegenden Mehrzahl der Fälle keine zuverlässige Identifizierung der Rassen möglich war.

Zeitungsreporter, Ärzte, Gesetzgeber, auch so genannte Hundeprofis verewigen weiterhin diese Mythen, basierend auf Hörensagen, Hype und unzuverlässigen Informationen.

Es gibt keine Fakten, die die Behauptung belegen können, dass Pit Bulls anders beißen oder mehr Schaden verursachen als andere Hunde.

Sehr unterschiedliche Behauptungen werden auch in Bezug auf die potenzielle Beißkraft des Hundekiefers aufgestellt. Die Ergebnisse einer Handvoll Studien sind nicht eindeutig. Klar ist, dass nie ein Wissenschaftler die lächerliche These, dass der Kiefer eines Pit Bull die Fähigkeit habe, mit 2700 psi zu beißen, erstellt hat. NIE. Es gibt Forschungen, die sich aber in einem anderen Zusammenhang mit diesem Thema beschäftigen. Hier geht es in erster Linie darum, wie viel Kraft ein Tier beim Fressen aufwenden muss und welche Kraft es für die verschiedenen Lebensmittel benötigt. Im Hinblick auf diese Forschung haben einige Forscher versucht, die Kieferkraft des Hundes zu messen. Unter den angegebenen untersuchten Rassen war der Pit Bull nicht vertreten.

von: "Myth Busted: Pit Bulls Don´t Bite Differently"

Jede Behauptung über die Beißkraft des Pit Bulls wird entweder einfach so gemacht oder ist vielleicht das Produkt eines unwissenschaftlichen Hinterhofexperiments. Es erinnert an die schattenhafte Gestalt des „Dog Fighter“, auf den so viel von dieser Mythologie zurückgeführt werden kann. Die tatsächlichen Werte, die bei Hunden im Allgemeinen erfasst wurden, können bei 13 bis 1394 Newton liegen. Newton ist die Maßeinheit, die bei solchen Studien Anwendung findet, nicht Pfund pro Quadratzoll!

Es wurden 4  verschiedene Methoden des Studiums der Kieferkraft durchgeführt. Eine Methode besteht darin, die Hebelkraft der Kiefer durch Analyse der oberen und unteren Kieferstrukturen zu untersuchen. Bei einer zweiten Methode wird dem narkotisierten Hund durch elektrische Stimulation verschiedener Muskelgruppen des Kiefers, der Kiefer geschlossen. Hier ermittelt man die höchste Zahl - vermutlich, weil der bewusstlose Hund sich keine Sorgen um abbrechende Zähne und brechende Kieferknochen macht. Diese Methoden versuchen zu ermitteln, wie viel Druck einem Hund zur Verfügung steht, bei maximaler Kraftanwendung - welche der Hunde widererwarten nicht in Konfliktsituationen anwendet. Bei einem dritten Verfahren werden dem Hund während er einen Knochen kaut, Elektroden an die Kiefermuskulatur platziert. Und schließlich wurde eine Vorrichtung erfunden - ein Wandler - der die Kraft des Hundes beim Kauen eines Objektes misst. Einige von diesen Studien setzten die Kieferkraft mit verschiedenen Größen und Formen des Schädels in Relation. Die vier Methoden führten zu unterschiedlichen Ergebnissen. Das Verfahren mit dem narkotisierten Hund hat beispielsweise gezeigt, dass die Beißkraft, wenn auch nicht proportional, aber zumindest deutlich mit der Größe des Hundes, mit der Breite des Schädels und der Kürze des Kiefers steigt. Die anderen Studien belegen das nicht.

Unter den wenigen Studien, die die Rassen der Probanden angaben, untersuchte man 2 Rottweiler ähnlicher Größe: Der Test ergab, dass ein Hund mehr als drei Mal mehr Kraft aufbrachte als der andere. Es gab sogar noch einen dummen Versuch (diese Studie diente wohl eher der Unterhaltung des Fernsehpublikums): Hier wurde eine Druckerfassungseinrichtung in eine Hülse verbracht, diese wurde dann drei Hunden verschiedener Rassen gegeben, damit diese es packen und schütteln sollten. Es gab jedoch keine Möglichkeit festzustellen, welchen der Zähne der Hund benutze, ob er das Objekt trug oder wie sein eigenes Gewicht hier Einfluss nahm, wenn er sich am Objekt festbiss und daran hing. (Studien unterscheiden immer zwischen dem Druck von Eck- und Backenzahn.) Es wurde feierlich geschlussfolgert, dass die Beißkraft des Pit Bulls geringer ist, als die des Schäferhundes oder des Rottweilers. Diese Feststellung jedoch macht das „Experiment“ nicht weniger töricht.

Aber nicht eine einzige Studie belegt die Behauptungen über die Beißkraft von Hunden, die ständig in den Medien, den Verordnungen und den schlampig geführten Beißstatistiken zitiert werden. NICHT EINE!

Alle Hunde - egal welcher Rasse, Rasse-Mix oder Größe - haben Zähne und damit die Fähigkeit, uns erheblich zu schaden, wenn sie sich entscheiden, dies zu tun. Sie tun es nur selten. Konflikte zwischen Hunden und Menschen sind stark ritualisiert, zumindest aus Sicht des Hundes. Auch wenn sie versuchen, unser Verhalten zu beeinflussen, werden sie dies nicht mit ihren Zähnen tun. Der Fachbegriff hierfür ist die Beißhemmung (ABI). Dieses erlernte Verhalten ist rasseunabhängig.

Schließlich ist die American Veterinary Medical Association (AVMA) nach umfassender Überprüfung der Beißstatistiken in Nordamerika und anderen Gebieten zu dem Schluss gekommen, dass schwerwiegende Bissverletzungen von einer Reihe von Faktoren abhängen und eine Regelung, rein auf Rassezugehörigkeit basierend, keine Grundlage zur Verhinderung solcher Beissvorfälle ist.

Um es einfach auszudrücken:
Kein Hund wird biologisch mit einem einzigartigen Kiefer ausgestattet, dessen Schließen, Beißmechanismus oder „Stil“ sich von anderen Hunderassen unterscheiden würde. Es existiert keine wissenschaftliche Forschung darüber, die belegen kann, dass ein Pit Bull anders beißt als andere Hunde

Es ist Zeit, diesem Mythos endlich ein Ende zu setzen."

Deutsche Übersetzung des Artikels "Myth Busted: Pit Bulls Don´t Bite Differently"  der Animal Farm Foundation, Inc. vom 01.09.2015 durch den Vorstand des Vereins zur Abschaffung der Rasselisten e. V.:



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Dienstag, 1. September 2015

Beim Sommerfest 2015 bei TS Pitbull, Stafford & Co Köln e.V. ...

..., das am 06.09.2015 von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr im Herkenrathweg 5 in 51107 Köln-Ostheim stattfindet, wird unser Verein zur Abschaffung der Rasselisten e. V. auch mit einem Stand vertreten sein (nachfolgender Screenshot via TS Pitbull, Stafford & Co Köln e. V.):

 

Wir freuen uns auf viele Besucher, neue Kontakte und einen spannenden Tag! Und  unser Nachtrag - Silvia Van de Water, unsere 1. Vorstandsvorsitzende: "Unsere Teilnahme am Sommerfest bei den Kölner Pitzis war sehr schön. Interessante Gespräche, nette Leute und jede Menge tolle Bollerköppe. Es hat uns viel Spaß gemacht. Schön war es auch, ein paar Leute einmal persönlich kennengelernt zu haben." Wir möchten an dieser Stelle sehr gern auch auf den Spendenaufruf (Tierarztkosten, Spezialfutter usw.) von TS Pitbull, Stafford & Co. Köln e. V. aufmerkam machen. Hier folgen Links zu Fotos sowie einem Bericht von GassiTV über das Fest und Impressionen von uns:

Fotos vom Sommerfest 2015 via TS Pitbull, Stafford & Co.  Köln e. V.

Bericht von GassiTV zum Sommerfest 2015 & 10jährigen Jubiläum von TS Pitbull, Stafford & Co. Köln e. V







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Samstag, 22. August 2015

Vom Angel´s Legacy Walk am 16.08.2015 in Düsseldorf...

Am 16.08.2015 haben wir in Düsseldorf am "Angel`s Legacy Walk - Keep your dream alive - Demo und Informationsverstaltung  gegen Rasselisten" teilgenommen. An unserem Stand mit dabei waren auch Monika Schlick und Jennifer Glaß von unserem Kooperations-Verein Herz auf 4 Pfoten International e. V. - herzlichen Dank an beide und ihren Verein noch Mal, dass sie unser Anliegen unterstützt haben! Hier die Statements unserer beiden Vorstandsvorsitzenden Silvia van de Water und Winnie Lenzke zu der Veranstaltung:

Silvia van de Water: "Das heutige Event ist ein wenig einer Taufe gleichgekommen - es war sehr nass. Aber für einen ersten öffentlichen Auftritt gehört auch eine Taufe dazu. Es war trotz Dauerregens ein richtig tolles Event. Es haben sich auch bei dem schlechten Wetter viele auf den Weg gemacht, um beim Angel`s Legacy Walk ihre Solidarität mit sog. "Listen-Hunden" und ihren Haltern zu bekunden. Es war sehr interessant und ein tolles Programm wurde auch geboten. Und beim Aufbau unseres Standes haben die lieben Leute von Angels Legacy super geholfen, ebenso beim Abbau - vielen Dank an die fleißigen Helfer. Gerne kommen wir im nächsten Jahr wieder zu dieser tollen Veranstaltung und hoffen, dass wieder ganz viele von Euch dabei sein werden."

Winnie Lenzke: "Wir sind ganz bestimmt wieder mit dabei. Sowohl privat als auch mit unserem Verein zur Abschaffung der Rasselisten e. V. Es war trotz miesen Wetters eine schöne Veranstaltung mit einem gelungenen Programm. Und wir haben denjenigen, die uns beim Walk gesehen haben, eindrucksvoll gezeigt, wie diszipliniert und freundlich so viele angeblich unberechenbare und gefährliche Hunde sein können. Dank übrigens auch an die Polizisten auf Motorrad, Fahrrad und zu Fuß, die patschnass die Veranstaltung begleitet haben und trotzdem freundlich zu uns und den Hunden waren!"

Wir danken vor allem auch noch einmal besonders herzlich unseren Unterstützern, die uns mit Spenden für unsere erste Standausstattung sehr geholfen haben und natürlich last but not least Alexander Schemken mit dem gesamten Angels Legacy Team, die uns mit ihrer Einladung und Unterstützung die Teilnahme überhaupt ermöglicht haben! Danke und bis zum nächsten Jahr!

Einen Bericht von GASSI-TV zum Angel´s Legacy Walk finden Sie hier!

Übrigens: Unsere Broschüre "Kind & Hund - Ein Ratgeber für den richtigen Umgang miteinander", die beim Walk an unserem Stand als Printversion auslag, können Sie in der Printversion auch sehr gern gegen eine Spenden-/Aufwandsgebühr in Höhe von 4,50 € (Vorausüberweis. auf unser Konto  / eMail mit Ihrer Anschrift an uns) auf dem Postweg erhalten.

Und hier noch einige Fotoimpressionen, viele weitere Fotos finden sich u. a. auf  der Angel´s Legacy Walk-Facebookseite (öffentliche Veranstaltungsseite zum Walk):











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Mittwoch, 12. August 2015

Unsere Broschüre "Kind & Hund - Ein Ratgeber für den richtigen Umgang miteinander"

Wir freuen uns sehr, hier unsere Broschüre "Kind & Hund - Ein Ratgeber für den richtigen Umgang miteinander" für alle interessierten Hundehalter wie Nicht-Hundehalter, Familien mit Kindern und Hunden, Familien mit Kindern und (noch) ohne Hunde zum Download zu verlinken, am 16.08.2015 werden Sie die Broschüre auch an unserem Stand in Düsseldorf im Rahmen des Angel´s Legacy Walk als Druckexemplar erhalten können, aus unserem Vorwort:

"Der Verein zur Abschaffung der Rasselisten e. V. möchte mit dieser Broschüre einen kurzen Überblick schaffen, was man zur Unfallvermeidung beachten sollte, wenn in einer Familie Kinder und Hunde zusammen leben, ebenso, wenn Kinder und Eltern ohne eigenen Hund in ihrer Familie auf fremde Hunde treffen. Es ist eine wunderbare Erfahrung, wenn Kinder mit Hunden aufwachsen. Sie können bester Freund, aufmerksamer Zuhörer und Spielkamerad sein oder sind einfach nur da, wenn man Nähe oder auch Trost in schwierigen Lebenssituationen sucht. Es ist erwiesen, dass Kinder im emotionalen, sozialen und kognitiven Bereich durch die Beziehung zum Hund großen Nutzen erfahren. "

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen und hoffen, dass wir Ihnen damit einen ersten und nutzbringenden Überblick zu dieser so wichtigen Thematik verschaffen können! 




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Sonntag, 26. Juli 2015

Aktuelles vom Vorstand - Neues Vereinslogo

In eigener Sache möchten wir heute unser neues Vereinslogo vorstellen:


Für anstehende Veröffentlichungen sowie verschiedene Vereinsmaterialien (Drucke für Banner usw.) waren wir technisch zu einer neuen Dateierstellung angehalten. Mit Wehmut verabschieden wir uns von unserem ersten Logo, in das wir viel Herzblut gelegt hatten; es wird in den vergangenen Blogbeiträgen am Ende jeweils erhalten bleiben, ebenso wie es Bestandteil bisheriger Korrespondenzen etc. des Vereins ist.

Ganz herzlich möchten wir uns bei Robert Cates bedanken, der uns das - wie wir finden - wunderschöne neue Logo erstellt hat - und der uns auch für unseren Stand am 16.08.2015 - Angel`s Legacy Walk - noch kräftig unterstützt. Vielen, vielen Dank dafür, lieber Robert! 

Wir möchten uns ebenso für die Zurverfügungstellung der Fotos von ihren geliebten Vierbeinern bei unseren Vereinsmitgliedern / UnterstützerInnen unseres Vereins herzlichst bedanken  und dürfen die vier wunderbaren und tollen Familienhunde - als Protagonisten unseres Logos und die beispielhaft für so viele andere sog. "Listenhunde" stehen -  hier mit einigen Sätzen vorstellen:

Betsy - bereits eine "alte Bekannte" von unserem ersten Vereinslogo, kam im Jahr 2008 in ihre jetzige Familie. Sie war damals Scheidungsweise geworden. Sie ist eine "Red Nose Pit Bull"-Hündin. Da ihr jetziges Frauchen die Rasse immer um sich hatte und gut kannte, war es auch daher Liebe auf den ersten Blick. Betsy lebt mit Frauchen & Herrchen, einer weiteren Hündin und sieben Pferden zusammen. Wichtig: Sie schläft im Bett. Ihr Frauchen sagt dazu: "Sonst kann ich gar nicht schlafen. Sie ist die Liebe meines Lebens."

Idefix - einigen vielleicht bereits von diversen Fotos bekannt, kam als Welpe zu seiner damaligen Familie. Er war ein weißer "American Staffordshire Terrier-Mix"-Rüde. Sein Frauchen: "Idefix war mein Schatten, mein ständiger Begleiter, ein liebevoller Partner, er hat unseren Kindern das Laufen beigebracht, mir überall und immer irgendwie geholfen: Er war meine gute Seele! Leider hatte er oft Pech, war oft krank oder wurde von anderen  (Nicht-Listen-)Hunden gebissen; die letzten Jahre verbrachte er mit einem künstlichem Gelenk und voller Krebs. Bis zum letzten Tag war er freundlich und für alle und jeden da, sei es, ob er kleine Katzen adoptierte oder die ältere Katze vor unserem anderen Hund beschützen musste oder einfach einen Streit zwischen den Kindern schlichtete: Er war unbeschreiblich liebevoll, wunderschön, großartig:  Ich vermisse ihn so sehr." Idefix ging im Jahr 2015 über die Regenbogenbrücke, wir sind ganz besonders stolz, dass dieser wundervolle Hund auf unserem neuen Vereinslogo und seine Energie so auch auf diese Weise weiter zu spüren ist.

Cracker - kam aus sehr schlimmer und vernachlässigter Haltung zu einer Hilfsorganisation, wo ihn sein jetziges Frauchen entdeckte. Er ist ein weißer Bullterrier-Rüde. Er lebt mit seinem Frauchen & Herrchen, zwei kleinen Kindern und einem anderen Hund sehr glücklich zusammen.

Balin - kam als Welpe zu seiner jetzigen Familie. Er ist ein schwarzer English Staffordshire Bullterrier-Rüde. Sein Start war etwas holprig, dank liebevollen Päppelns bei seinem Urpsrungs-Frauchen schaffte er es jedoch und kam über den Berg. Vielleicht auch, weil sein jetziges Frauchen & Herrchen schon so sehnsüchtig auf ihn warteten, bei denen er sehr geliebt, putzmunter, fröhlich und von großer Freundlichkeit ggü. Mensch & Hund (wobei Begrüßungen staffbull-artig sehr überschwenglich sein können...) lebt, Familienhund wie Bürohund und mit Spaß & Freude im Dummytraining und Mantrailing aktiv ist.

Wir hoffen, Sie auch für unser neues Vereinslogo - und natürlich vor allem weiterhin für unser Vorhaben und unsere Arbeit - begeistern zu können!
  


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Sonntag, 19. Juli 2015

Aktuelles vom Vorstand - Boxer & Freunde, Herzauf4Pfoten und Griechische Fellnasen...

Wir freuen uns, auf die nachfolgenden drei Vereine, zu denen unser Vorstand Kontakt hält, mit denen wir punktuell kooperieren und deren Arbeit wir zur Unterstützung gern weiter empfehlen, aufmerksam zu machen und hier zu verlinken (zu finden auch auf unserer Internetseite hier):


Hundehilfe Boxer & Freunde e. V.

Herz auf 4 Pfoten International e. V.

TSV griechische Fellnasen e. V.




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Donnerstag, 18. Juni 2015

Schleswig-Holstein GefHG - ab 2016 ohne Rasselisten, mit Sachkundevoraussetzung und der 2. Chance

Am 17.06.2015 ist in Schleswig-Holstein das neue Gefahrhunde-Gesetz (GefHG - Drucksache 18/3057) beschlossen worden, das ab 01.01.2016 in Kraft tritt. Es wird keine gesetzlich unterstellenden Gefährlichkeitsvermutungen für Hunde allein aufgrund ihre Rasse mehr geben (vgl. §§ 7 ff GefHG neu). Alle Hundehalter müssen die für die Hundehaltung erforderliche Sachkunde besitzen (vgl. § 4 Abs. 1 GefHG neu): Eine allgemeine "Nachweispflicht" der Sachkunde besteht indessen rein nach dem Gesetzeswortlaut zunächst nicht, nur wie sie "insbesondere erworben werden kann" (nicht "muss"). Erst § 4 Abs. 4 GefHG neu spricht konkret von einem "Sachkundenachweis vorlegen" - dort im Hundesteuerkontext, siehe dazu auch weiter unten in diesem Beitrag und nach  § 10 Abs. 1 Nr. 1 lit c GefHG neu ist der Sachkunde-"nachweis" Erlaubnisvoraussetzung für das Halten gefährlicher Hunde.

Für einmal als gefährlich festgestellte Hunde gibt es auf Antrag eine 2. Chance  (vgl. § 7 Abs. 4 GefHG neu "Rehabilitation"), was sehr begrüßenswert ist, denn somit wird dem Halter-Hund-Team die Gelegenheit gegeben, an den Ursachen / Problemen, welche zur Gefährlichkeitsfeststellung führten, zu arbeiten sprich halterseits Verantwortung dafür zu übernehmen und sich dafür auch professionelle Hilfe über Hundetrainer, Hundeschulen usw. zu suchen.

Eine Hundehalterhaftpflichtversicherung ist (leider) keine grundsätzliche Pflicht, erst dann, wenn ein Hund als gefährlich festgestellt wurde (vgl. § 6 GefHG neu - "Soll"-Bestimmung, kein "Muss" und §10 Abs 1 Nr. 3 GefHG neu - hier "Muss" als "Erlaubnisvoraussetzung").





EDIT 23.09.2016 - bitte lesen Sie auch dies zur Thematik: Schleswig-Holstein hat am 23.09.2016 tatsächlich das Kommunalabgabengesetz dahin geändert (tritt voraussichtlich ab 01.01.2017 in Kraft, s. a. dieser Beitrag des IG Gegen Rasselisten e. V.), dass Gemeinden keine erhöhten Hundesteuern mehr aufgrund der Rassenzugehörigkeit erheben dürfen.
 
Durch einen Sachkundenachweis "kann" eine Ermäßigung der Hundesteuer vorgesehen werden (§ 4 Abs. 4 GefHG neu - eine "Kann"-Regelung, kein "Muss"): Interessant wird sein, wie sich die Gemeinden in Schleswig-Holstein hinsichtlich höherer sog. "Listenhunde"-Steuersätze verhalten werden. In Niedersachsen, wo es bereits keine Rasselisten mehr gibt, gibt es dennoch Gemeinden mit einer z. T. vielfach höheren "Listenhunde"-Steuer, wobei rechtsirrig angenommen wird, sich u. a. auf das Hundeverbringungs- und Einfuhrbeschränkungs-Gesetz (HundVerbrEinfG) berufen zu können. Abgesehen davon, dass das HundVerbrEinfG als Bundesgesetz nicht die kommunalen Steuerangelegenheiten von Gemeinden zum Regelungsgegenstand hat und sich auch sonst nicht erschließt, welchen Sinn & Zweck dieses Bundesgesetz in einem Bundesland ohne Rasselisten auf der Ebene kommunaler Steuerbelange erfüllen sollte,  beruht gerade auch dieses Bundesgesetz wie alle entsprechenden Gesetze und Verordnungen auf Bundes-, wie Landes- und Kommunalebenen incl. entsprechender Rechtsprechung auf den hinlänglich bekannten Fehlannahmen zu einer angeblichen allein rassespezifischen Gefährlichkeit. Die jetzige o. g. neue "Kann"-Regelung in Schleswig-Holstein könnte hier bei entsprechenden Versuchen von Gemeinden, an höheren "Listenhunde"-Steuern (womöglich auch trotz Sachkundenachweis) festhalten oder eine solche dennoch erstmals einführen zu wollen, als Gegenargument verwandt werden.


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Donnerstag, 11. Juni 2015

Staffordshire-Hilfe Berlin e. V. - Chance auf Leben

Wir möchten hier gern auf die aktuelle Vorstellungs-Aktion des Berliner Vereins Staffordshire-Hilfe Berlin e. V. via Facebook aufmerksam machen. Der Staffordshire-Hilfe Berlin e. V. stellt in diesen Tagen dort diejenigen seiner "Listenhunde"-Schützlinge vor, die noch so dringlich ein tolles Zuhause bei liebevollen und verantwortungsbewussten Menschen suchen - für immer. Und da Liebe geben und der Bindungsaufbau zu allen Hunden sich über Taten = Tun zeigt, ist es wichtig und eine Grundvoraussetzung, dass auf Seiten der neuen Halter Bereitschaft, Mittel und Zeit vorhanden sind, sich den jeweiligen Lernaufgaben der Hunde, die diese aus ihrem bisherigen Leben mitbringen, anzunehmen (individuelles Training, passende Beschäftigungsmöglichkeiten, ggf. indiv. medizinische Versorgung usw. usf.): Chancen sehen, Potentiale nutzen - und die Lebensfreude und das gewonnene Vertrauen der Hunde wird das größte Geschenk sein! Der Staffordshire-Hilfe Berlin e. V. wird den neuen Haltern  mit Rat und Untersützung zur Seite stehen.

Nachfolgend stellen wir ab heute (11.06.2015) die Links zu jedem Schützling der Staffordshire-Hilfe Berlin e. V. ein , so wie sie auf der Facebookseite  des Vereins im Rahmen eines Albums vorgestellt werden (auch die Übernahme einer Patenschaft ist möglich - hier):






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Montag, 25. Mai 2015

Wenn die Frage nach der Rasse einfach ausbleibt...

Wenn, wie heute bei schönstem Pfingstwetter, mehrere Hunde, groß wie klein, im Auslaufgebiet zusammen herumtollen, ins Wasser springen, sich beschnüffeln, sich zum Spiel auffordern, fröhlich zu Herrchen und Frauchen hin- und zurückrennen, entspannte Halter ihren entspannten Hunden zusehen - und einen niemand fragt: Ist Ihr Hund ein "Listenhund"? Welche Rasse ist das? Ist das "Kampfhund"? - denn unser Hund, ein zweijähriger English Staffordshire Bullterrier Rüde (kurz Staffbull oder Staffy oder Staffie), ist einer jener dort mitspielenden Hunde, dann ist, wie so häufig, das reale Leben der bestehenden Gesetzeslage in vielen Bundesländern zu den Rasselisten weit voraus.

Dann haben auch wir als Halter wohl bisher vieles richtig gemacht.

Und die vielen anderen Halter mit ihren sog. "Listenhunden", die tagtäglich dafür werben, dass andere Menschen ganz real erleben können, dass alle Hunde zunächst einfach Hunde sind, egal welcher Rasse sie zugehörig sind.

Und die Vereine und Organisationen, die sich seit vielen Jahren mit großem Engagement für sog. "Listenhunde" und dafür einsetzen, dass die Rasselisten und die damit postulierten Vorurteile gegenüber Hunden allein aufgrund ihrer "Rasse" wieder der Vergangenheit angehören können. Und Hunde - zu oft - nicht den Rest ihres Lebens, allein weil sie der "falschen Rasse" zugehörig sind, im Tierheim fristen müssen. Oder nicht Opfer jener sogar noch gesetzlich behaupteten (Rasse-)"Gefährlichkeit" werden, weil sich manche Menschen davon gerade angezogen fühlen und den Hunden furchtbare Dinge antun.

Ebenso die Kynologen/Wissenschaftler und Hundetrainer, die nicht müde werdend immer wieder Sachaufklärung betreiben, in den Medien, über Studien, über Bücher, in den Hundeschulen - und dabei auch vielen "Listenhunde"-Haltern helfen, nicht weil ihre Hunde zwangsläufig "auffällig", sondern die Halter oftmals schlicht verunsichert sind, weil ihnen schon die Gesetzeslage vermittelt, einen "rassebedingt per se gefährlichen" Hund bei sich zu führen. Und ihr eigenes Erleben so ganz anders ist, als das, was eine Vorschrift meint, über ihren Hund zu wissen.

Wie sehr wünscht man sich an jenen Nachmittagen wie diesen oder in so vielen anderen Situationen im Alltag Politiker und auch Richter an seine Seite, um zu zeigen: Hier, seht mal, das ist die Realität mit unseren Hunden. Nicht das, was in den Rasselisten einfach vermutend unseren Hunden unterstellt wird und durch viele Medien leider zu oft immer noch falsch und reißerisch transportiert wird. Ihr könnt es hier fühlen. Ihr könnt es hier anfassen. Ihr könnte es von hier mitnehmen in Euren Alltag - und bitte, lasst genau auch diesen Teil des Lebens mit unseren Hunden in Euren Entscheidungen zum Ausdruck kommen.

Wäre das herrlich!

Es ist noch viel zu tun. Wir werben weiter dafür. Jeden Tag. Schritt für Schritt. Auf vielen Wegen.

Versprochen.
 




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Mittwoch, 29. April 2015

Harburger Halle - Erinnerung von Ana Springfeldt anläßlich Dan & Zanto

 
Aus aktuellem Anlass, aus tieftraurigem Anlass.
Ein Mann verlor in Dänemark sein Leben
als Resultat unmenschlicher Rasselisten.
Ich schrieb dies für alle Opfer der Rasseliste:
Harburger Halle
(Info 1 und 2 und 3)
Ein Ungehörtes weint durch die Nacht
Ich bin davon aufgewacht
Hinter mitleidslosen Nachtwolken am Horizont
Jagen unerhörte Gebete immerfort
Still und ohne Ziel
Dabei ging es nicht um viel
Ein warmes Herz, eine Hand und ein Bett für die Nacht.
Ein Unwiederbringliches geistert durch den Raum
Auf der Suche nach Erlösung aus schwerem Traum
Wo warst Du?
Ich weiß nicht, wie mir geschah
Alle, denen ich vertraute, waren auf einmal nicht mehr da.
Ein ungestillter Strom brennt hinter dem fahlen Mond
Ein Strom aus brennenden Tränen
Die sie vergossen sind lange tot
Verweht unter Staub und Sehnen.
Ein Untröstliches wispert durch verlassene Nacht
Sieh, was haben sie mit uns gemacht
Noch gestern waren wir Freunde fürs Leben
Hätten wir alles für Euch gegeben
Jetzt ist Tod und Vernichtung Euer Bestreben
Ein Unvergessenes tritt aus der Nacht
Dort hinter den schwarzen Wolken halten sie Wacht
Über auf kaltem Boden achtlos gestapelte Körper
Den Opfern des Rot - Grünen Senates in Hamburg im Jahre 2000 gewidmet 

 

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